Mittwoch, 15. März 2017

Love letters tot he dead von Ava Dellaira

Allgemeines

Titel: Love letters tot he dead
Autorin: Ava Dellaira
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: cbt
Genre: Jugendbuch
Preis: 9,99€


Inhalt

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …





Meine Meinung

"Love Letters to the Dead" ist ein Jugendbuch mit einem wunderschönen Cover mit wiedererkennungswert und einen Klappentext der einen neugierig macht. Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, weil es genau meinem Lesegeschmack entsprach. Allerdings habe ich anfangs ein par Seiten gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, da sie für mich etwas zu zäh war. Sie war etwas zu gefühlvoll für mich.

Das ganze Buch besteht aus Briefen, die die Protagonistin Laurel an verstorbene Persönlichkeiten schreibt mit denen sie etwas verbindet. Die Idee dahinter finde ich unglaublich schön und dadurch, dass man als Leser die Briefe wie eine Art Tagebuch liest, erfährt man die innersten Gedanken und Gefühle der Protagonistin. Die Gedanken werden so genau aufgeschrieben das man das Gefühl bekommt als würde man Laurel schon ewig kennen. Mir gefiel besonders gut das sie Eindrücke und Erinnerungen an bestimmte Gefühle sehr gut rüberbringen kann. Ihre Ehrlichkeit macht Laurel zu einer authentischen Protagonistin und ermöglicht gleichzeitig ein sehr persönliches Leseerlebnis. Vor allem da die Autorin auch viele Songtexte mit in die Geschichte mit einfließen lässt und man den ein oder anderen Song auch kennt, kann man sich die Situation noch besser vorstellen.
Der Schreibstil der Autorin las sich sehr flüssig, die meiste Zeit ist die Sprache recht einfach gehalten und dadurch lässt sich das Buch richtig gut lesen. Wenige Textstellen fand ich einfach zauberhaft und sehr berührend geschrieben, ich möchte nicht so weit gehen und sagen, dass ich sie schon fast poetisch fand, aber so was in der Art schon. Da auch das ein oder andere Gedicht in dem Buch eine rolle spielte.


Die Charaktere sind vielschichtig und Laurel ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie durchläuft einen Reifeprozess. Anfangs verdrängt sie ihre eigene Identität und imitiert ihre Schwester, aber im Laufe der Geschichte wird sie selbstbewusst und entwickelt sich zu einem starken Charakter.
Als Leser verarbeitet man mit Laurel zusammen den Tod ihrer Schwester May und die damit verbundenen, verschiedenen Emotionen. Die Trauer, die Wut und die Schuldgefühle. Im Laufe der Geschichte kommt man Geheimnissen auf die Spur, Wahrheiten, die Laurel bisher immer verdrängt hatte. Dies war aber recht vorhersehbar aber hat trotzdem für Spannung gesorgt weil man ja wissen wollte, was passiert war. Von den anfänglichen Längen war war später nichts mehr zu spüren - die Geschichte der beiden Schwestern hat mich sehr mitgenommen. Aber sie hat mich auch zum Nachdenken angeregt und einige Fragen in mir aufgeworfen. Die für mich bis jetzt ungeklärt sind.Da das Buch ein Jugendbuch ist, fehlt die Liebe auch hier natürlich nicht. Laurel und der Junge Sky lernen sich in der Schule kennen Auch der Junge hat es im Leben nicht so leicht, trotzdem ist er immer für Laurel da und hilft ihr die Trauer über ihre Schwester zu überwinden.

Unsere Protagonistin Laurel ist kein leichter Charakter. Man muss mit ihrer Art klarkommen. Obwohl wir die ganze Zeit nichts als ihre Gedanken lesen lernen wir sie nicht 100%ig kennen denn hauptsächlich redet sie über ihre tolle Schwester. Manche ihrer Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen sowie die übermäßige Vernarrtheit in ihre Schwester, die sie fast wie eine Heilig darstellt obwohl ihre Schwester in meinen Augen daran Schuld war, dass Laurel als junges Mädchen missbraucht wurde. Auch die anderen Charaktere waren nicht immer einfach. Das liegt daran, dass es schwer war jemand anderes kennen zu lernen wenn man nur von einer Person die Gedanken liest. Die Hintergründe der Taten waren nicht ganz nachvollziebar.


Bewertung

"Love Letters to the Dead" ist ein wirklich guter Jugendroman, der mich insgesamt zwar überzeugen konnte, an dem ich aber ein paar Kritikpunkte habe, über die ich nicht so einfach hinwegsehen kann. Trotzdem haben mich spannende Stellen mitgerissen und ich freue mich, das besondere Leben von Laurel und ihren Freunden und Familie kennen gelernt zuhaben.
Die Briefform des Buches und die vielen Songs, die die Autorin einfließen lässt, machen das Buch außerdem zu etwas ganz besonderem und einzigartigem. Deshalb bekommt „Love letters tot he dead“ 4 Herzen von mir.

💗 💗 💗 💗



Sonntag, 5. März 2017

Luna Chroniken 1: Wie Monde so silbern

 Allgemeines

Titel: Luna Chroniken 1: Wie Monde so silbern
Autorin: Marissa Meyer
Format: gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Carlsen
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Preis: 18,99€


Inhalt

Cinder lebt mit ihren Stiefschwestern bei ihrer schrecklichen Stiefmutter und versucht verzweifelt, sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch als eines Tages niemand anderes als Prinz Kai in ihrer Werkstatt auftaucht, steht Cinders Welt Kopf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie auf dem großen Schlossball ihren Höhepunkt finden. Cinder schmuggelt sich dort ein und verliert mehr als nur ihren Schuh …


 Meine Meinung

Ich hatte mit einer „normalen“ Märchenadaption gerechnet aber mit „Wie Monde so silbern“ bin ich an eine Adaption der besonderen Art gestoßen. Märchen trifft auf Science Fiction! Da Science Fiction nur bedingt mein Genre ist, musste ich mich erst einmal darauf einlassen, aber nach der Beendigung der Lektüre bin ich froh, dass ich mich dazu entschieden habe dies zu lesen. Am Anfang wollte ich das Buch schon wider aus der Hand legen und muss gestehen. Es hat gedauert bis ich damit warm geworden bin. Aber am Ende ist es so spannend geworden, dass hat alles wieder wett gemacht.
Die Protagonistin Cinder ist Mechanikerin und ein Cybog zugleich. Zusammen mit ihrer Stiefmutter und den beiden Stiefschwestern lebt sie im Neu-Peking im Asiatischen Staatenbund der Zukunft lange nach dem 4. Weltkrieg und arbeitet in einer kleinen Werkstatt, um ihrer Familie ein relativ angenehmes Leben zu verschaffen. An einigen Stellen war ich wirklich geschockt, wie herzlos einige Charaktere, Cinder gegenüber waren. Ihr Leben als Cybog ist sowieso schon nicht einfach und diese Personen helfen nicht wirklich dabei, ihr Leben angenehmer zu machen. Ihr fast schon trauriges Leben wird durcheinander gebracht, als sie einen geheimnisvollen Auftrag vom kaiserlichen Prinzen annimmt und die Blaue Pest, eine umhergehende Seuche, auch vor ihrer Familie nicht Halt macht.
Der Auftrag, die Pest und der Besuch der Königin von Luna (ein anderer Planet) sind die entscheidenden Punkte, die den Plot tragen.
Insgesamt war ich von der Welt sehr fasziniert. Diese Welt ist zwar auf dem neusten stand der Technik, sprich Autos. Was ist das? Aber trotzdem leben sehr viele Menschen, Roboter und Cyborgs auf engstem Raum in Armut. An einigen Stellen fand ich es leider etwas vorhersehbar, sodass sie mich nicht so sehr überraschten, wie sie vermutlich sollten. Marissa Meyer hat es trotzdem auf faszinierender Weise geschafft, Märchenelemente in eine Welt der Zukunft einzubinden.
Der Schreibstil von Marissa Meyer ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Bei diesem war ich nach einer weile sehr gefesselt, dass die Kapitel nur so dahinflogen.


Bewertung


Insgesamt ist „Wie Monde so silbern“ eine wirklich besondere Märchenadaption. Märchen und Science Fiction treffen aufeinander. Wer beides mag, hat die perfekte Reihe für sich gefunden. Mich hat es auch überzeugen können, obwohl ich Science Fiction nicht immer so zugeneigt bin.
Sympathische Charaktere und eine interessante Welt und viel Spannung haben mich über einige vorhersehbare Wandlungen im Plot hinweg sehen lassen.
Von mir gibt es 4 Herzen.

💗 💗 💗 💗


Donnerstag, 2. März 2017

Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag

Allgemeines

Titel: Mein bester letzter Sommer
Autorin: Anne Freytag
Format: gebundene Ausgabe
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Genre: Jugendbuch, Roman
Preis: 14,99€


Inhalt

Tessa ist 17 Jahre alt und erfährt, dass sie bald sterben muss. Bis dahin hat sie immer ein vorbildliches Leben geführt, war fleißig, hat sich nie daneben benommen, nie etwas erlebt. Sie war in allem perfekt hat es jedem recht gemacht und sich immer nur auf ihre wunderbare Zukunft vorbereitet, die sie nun nie erleben wird. Eine Welt bricht für sie zusammen. Sie verschanzt sich voller Wut, Trauer und Verbitterung in ihrem Zimmer und wartet einfach nur auf den Tod. Als eines Tages Oskar in ihr Leben tritt ändert sich schlagartig alles. Die beiden verlieben sich und als Oskar die Wahrheit über Tessas Zustand erfährt, läuft er nicht davon, sondern schenkt ihr einen gemeinsamen unvergesslichen Sommer durch Italien - einen besten letzten Sommer.


Meine Meinung

Als Leser wird man von der ersten Seite an in Tessas Gedanken hineingeworfen, versetzt sich in ihre unendliche Wut und Verbitterung, ihre Angst, ihren Schmerz. Man fühlt mit, wie es sein muss, so viele Pläne gehabt zu haben und dann zu erfahren, dass man all diese Dinge niemals erleben wird. Ausziehen, eine Familie gründen, Kinder bekommen und Auto fahren.

Doch als Oskar in ihr Leben trifft, ändert sich alles und die Tessa von früher, kam wieder zum Vorschein und wurde mir noch sympathischer. Er findet sich nicht einfach mit ihrem Schicksal ab. Er geht ihr bis unter die Haut was auf Gegenseitigkeit beruht und bringt sie dazu ihre größten Ängste zu überwinden so, dass ihre Krankheit vergessen scheint. Oskar schließt man von Anfang an ins Herz, er ist sehr sympathisch, der auch einiges durchgemacht hat, wie man im laufe der Geschichte erfährt. Tessa jedoch knackt seine harte Schale und vertreibt seine tief sitzende Traurigkeit. Und schließlich stellt er sich seiner Vergangenheit. Und doch vermischt sich die Hoffnungslosigkeit, die nie ganz verschwindet, mit einer Lebensfreude und all den wunderbaren Gefühlen, die das Verliebtsein mit sich bringen. Hier kann der Leser sich genauso von Herzen mitfreuen, wie er auch mitleidet. Es weckt gleich eine ganze Palette von Emotionen in einem. Trotzdem schwebt über Allem immer der Schatten des herannahenden Abschieds und der immer vorhandenen Ungewissheit. Tessa muss den Tatsachen ins Auge sehen, sich verabschieden, ihre Gedanken aufschreiben.

Beeindruckt hat mich die kleine Schwester von Tessa. Es ist nicht einfach damit umzugehen, wenn man weiß das die große Schwester sterben wird, man wird plötzlich in den Schatten gestellt und vergessen. Was hass zu sein scheint ist einfach nur ein Schutzschild vor dem was kommen wird. Die Zeit wenn die Schwester, die engste vertraute tot ist.
Die Autorin hat einen bemerkenswerten Schreibstil, was die Geschichte zu etwas besonderem macht. Es gab so viele Textzeilen die ich hätte markieren können, dass ich gar nicht mehr fertig geworden wäre mit dem Buch.
Anna Freytag hat es geschafft, dass diese Themen wie Tod, Krankheit und Verlust nicht im Mittelpunkt stehen und dennoch da sind. Man denkt nicht die ganze Zeit darüber nach, aber trotzdem ist es beim Lesen im Kopf.


Bewertung

Das Buch war herzzerreißend und voller Denkanstöße. Es erinnert an den Wert des Lebens und daran, im Hier und Jetzt zu leben und nicht immer nur auf eine -vielleicht- bessere Zukunft zu warten.
Die Geschichte zwischen Tessa und Oskar war einzigartig und die Bindung zwischen den zweien, kann man nicht nur lesen, sondern auch spüren. Das schafft man einfach nur mit solch tollen Worten, wie sie Anne Freytag gewählt hat. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich bin sehr froh mit den beiden durch Italien gereist zu sein. Deshalb bewerte ich das Buch mit 5/5 Herzen.

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Lesemonat Februar 2017

Diesen Monat habe ich beschämend wenig gelesen. Ein trauriger, kläglicher „Stapel“ ist das! Durch die Prüfungen in der Berufsschule war ich zeitlich leider sehr eingeschränkt. Nichtsdestotrotz: Hier seht ihr meinen Lesemonat im Januar! Auch wenn es nur zwei Bücher sind, sind diese beiden absolute Highlights gewesen!


1. Maybe Someday – Colleen Hoover

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2. Mein bester letzter Sommer – Anne Freytag

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Mittwoch, 1. März 2017

Lesemonat Januar 2017

Hallo ihr Lieben! Nachträglich habe ich heute meinen Lesemonat Januar für euch!
Insgesamt habe ich 3 Bücher gelesen und fast alle drei waren einfach ausgezeichnet. Ich weiß das ist wirklich nicht viel aber ich hatte leider keine Ferien und musste viel arbeiten.



1. Obsidian – Jennifer L. Armentrout

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2. City of Ashes – Cassandra Clare

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3. Onyx – Jennifer L. Armentrout

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